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MEISTERWERKE DER SAMMLUNG BEMBERG

22. Januar bis 30. Mai 2021

Im Laufe seines Lebens trug Georges Bemberg (1915–2011), der aus einer wohlhabenden Familie stammte, die 1850 von Deutschland nach Argentinien emigriert war, eine Sammlung von Gemälden, Zeichnungen und Kunstobjekten zusammen, die zu den bedeutendsten ihrer Zeit zählt. Wie es sich der Sammler und Mäzen erhofft hatte, ist die Sammlung, die symbolträchtige Kunstwerke von der Renaissance bis ins frühe 20. Jahrhundert umfasst, heute öffentlich zugänglich in einem Stadtpalais in Toulouse untergebracht. Für die Dauer einer einzigartigen Ausstellung, die Umbauarbeiten in der Stiftung Bemberg zu verdanken ist, hat die Fondation de l’Hermitage das Privileg, eine Auswahl der grössten Meisterwerke dieser berühmten Privatsammlung zu zeigen.

Sein erstes Gemälde erstand der junge Georges Bemberg, der Vergleichende Literaturwissenschaft in Harvard studierte, während einer Reise nach New York: eine Gouache von Camille Pissarro, die ihm bei einem Händler ins Auge stach. Parallel zu seiner Karriere als Schriftsteller machte er sich, erst in den Vereinigten Staaten und nach dem Krieg auch in Frankreich, mit dem Kunstmarkt vertraut und frequentierte Auktionen. In Paris begegnete er der Arbeit Pierre Bonnards, die einen tiefen Eindruck hinterliess und dazu führte, dass er in den folgenden Jahren eine der wichtigsten Sammlungen von Arbeiten des Künstlers aufbaute. Daneben begeistert er sich für Impressionismus, Fauvismus und die Nabi-Gruppe und erstand wichtige Gemälde von André Derain, Georges Braque und Henri Matisse sowie Zeichnungen von Edgar Degas, Henri de Toulouse-Lautrec und Amadeo Modigliani.

Die Sammlung Bemberg besticht nicht nur durch aussergewöhnliche und hochwertige Werke aus der Zeit um die Jahrhundertwende, sondern glänzt auch mit Alten Meistern. So darf sie Kunstwerke der deutschen, flämischen, venezianischen und französischen Malerei ihr Eigen nennen, wie von Lucas Cranach dem Älteren, Adriaen Isenbrandt, Veronese, Canaletto oder auch François Clouet.

Die Sammlungspräsentation in der Fondation de l’Hermitage zeigt eine Auswahl von 134 beeindruckendsten Gemälde und Zeichnungen, die zum allerersten Mal überhaupt jenseits der heimatlichen Mauern der Stiftung Bemberg zu sehen sind. Eine einmalige Gelegenheit, diese Schätze fernab ihrer angestammten Umgebung zu bewundern, und Vorlieben und Persönlichkeit eines der grossen Sammler des 20. Jahrhunderts zu erkunden.


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