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Schatten
von der Renaissance bis heute

28. JUNI BIS 27. OKTOBER 2019

Nach der Ausstellung « Fenster, von der Renaissance bis heute. Dürer, Monet, Magritte… » von 2013 setzt die Fondation de l’Hermitage ihre Erkundung grosser Themen in der westlichen Ikonografie fort, um die vielfältigen Facetten des Schattens zu entdecken. Eine beispiellose Auswahl von nahezu 140 Werken bietet einen Überblick über 500 Jahre Kunstgeschichte mittels so unterschiedlichen Kunstformen wie Malerei, Installation, Plastik, Grafik, Zeichnung, Papierschnitt, Fotografie und Video.

Die gezeigten Meisterwerke zeugen vom anhaltenden Interesse der Künstler am Thema: im Selbstbildnis (Rembrandt, Delacroix), in perspektivischen Arbeiten (Bandinelli, de Hooch), in der Hell-Dunkel-Malerei (Cambiaso, Jordaens, Wright of Derby) oder bei der Dramatisierung von Landschaften bei den Romantikern (Friedrich, Carus, Bendz). Zu den Höhepunkten der Ausstellung gehören die Schatten bei den Impressionisten (Monet) und den Postimpressionisten (Cross, Sorolla), aber auch ein Teilbereich, in dem die unheimlichen und unwirklichen Schatten von Symbolisten (Degouve de Nuncques, Spilliaert), Expressionisten (Munch), Surrealisten (Dalí, Magritte, Ernst) und Künstlern der Neuen Sachlichkeit (Schad, Stoecklin) miteinander konfrontiert werden. Die Verwendung des Schattens im modernen und zeitgenössischen Kunstschaffen wird anhand von typischen Werken von Picasso, Warhol und Boltanski oder aber Kosuth aufgezeigt. Videokünstler (Acconci, Otth, Maisonasse) bieten ihrerseits eine Neuinterpretation der grossen Ursprungsmythen, die von Platon bis Plinius Schatten, Kunst und Wissen miteinander verbinden. Als Kontrapunkt dazu zeigt eine umfassende fotografische Abteilung mit eindrucksvollen Bildern von Steichen, Ray, Friedlander und Tillmans, dass dieses Thema der Fotografie wie ein Schatten folgt...


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