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HANS EMMENEGGER

25. Juni bis 31. Oktober 2021

Vom 25. Juni bis 31. Oktober 2021 widmet die Fondation de l’Hermitage dem Luzerner Maler Hans Emmenegger (1866–1940) eine umfassende Retrospektive – die erste überhaupt in der Romandie. Sie wirft Licht auf das Œuvre dieses faszinierenden Künstlers, der trotz seines engagierten Einsatzes als Teil der deutschschweizerischen Kunstszene einem zeitgenössischen Publikum weitgehend unbekannt geblieben ist. Emmenegger, ein genauer Beobachter und Naturliebhaber, ist ein Maler von aussergewöhnlicher Originalität, sowohl in der Wahl ungewöhnlicher Themen als auch hinsichtlich seiner gewagten Bildkompositionen, die ihn zu einem der bedeutendsten Schweizer Künstler seiner Generation machen.

Die Ausstellung versammelt nahezu 100 Werke aus dem Gesamtschaffen Emmeneggers, das um die Jahrhundertwende zunächst deutlich von Arnold Böcklin beeinflusst ist. Die Ausstellung zeigt aber auch den Bruch, den der Künstler durch die Entwicklung einer eigenen Bildsprache ungefähr 1905 vollzieht: Von seinen anfänglichen Vorbildern gelöst, wählt er durchaus moderne Themen wie Schneeschmelzen, schattige Waldausschnitte, Spiegelungen von Wasseroberflächen oder auch die Hügel des Schweizer Mittellands, die er als „herrlich öde und einsam“ bezeichnet. Den Schlusspunkt der Ausstellung bilden seine intensiven Bewegungsrecherchen, denen er sich ab 1915 widmet und die an die Chronofotografie und die Experimente der Futuristen erinnern.

Eine Auswahl an Bildern seiner Mentoren, Zeitgenossen und Freunde – darunter Cuno Amiet, Arnold Böcklin, Giovanni Giacometti, Ferdinand Hodler, Félix Vallotton und Robert Zünd – bereichern Emmeneggers eigenwilliges Universum. Punktuell wird die Ausstellung durch Arbeiten von zeitgenössischen Schweizer Künstlerinnen und Künstlern ergänzt, die auf Emmeneggers Arbeit reagieren. Daneben wird ein weiterer Teil der Ausstellung als Carte Blanche von einer Kunstschule bestritten, die junge Fotografinnen und Fotografen in einen produktiven Dialog mit dem Luzerner Künstler treten lässt.

Die Ausstellung findet dank der grosszügigen Unterstützung des Kunstmuseums Luzern statt, das einen Grossteil von Emmeneggers Œuvre verwaltet.


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